KSC-31-Brettrein Hauset

Der Kegelsportclub KSC 31 Brettrein Hauset ist wohl der älteste Kegelsportverein Belgiens und auch heute noch aktiv. Er wurde am 21. Oktober 1931 in dem Lokal des Heinrich Kockartz am Vestert in Hauset gegründet, auf Anregung von Josef Hüpgens. Die Gaststätte blieb bis zu ihrer Schließung Ende 1996 das Vereinslokal des Kegelsportklubs, zunächst mit einer, dann mit vier automatischen Kegelbahnen. Die Chronik des Vereins ist festgehalten in einem Protokollbuch welches bis 1960 genauestens und in alter Sütterlin-Schrift geführt wurde. Die Aufzeichnungen der Jahre 1960-1972 gingen allerdings verloren, vielleicht wurde auch kein Protokollbuch geführt. Ab 1972 sind dann wiederum Protokollbücher geführt worden. 

 

Viele Angaben zur Chronik des Vereins finden wir in der Vereinsschrift, welche anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Vereins im Jahre 2006 herausgegeben wurde. Diese Vereinsschrift finden Sie in unserem Archiv und als PDF zum Herunterladen hier unten. 

 

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75 JAHRE KEGELSPORTCLUB "BRETTREIN" HAUSET - JUBILÄUMSCHRIFT
2006 feierte der KSC 31 Brettrein hauset sein 75-jähriges Stiftungsfest. Der Sportverein hat eine jahrzehntelange Tradition, gekrönt von vielen Erfolgen in Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften. Aus Hauset gingen mehrere belgische Meister hervor, aber auch Welt- und Europameister. Hier erfahren Sie mehr über die Geschichte des Vereins.
BROSCHÜRE KSC BRETTREIN 75 JAHRE.pdf
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Der KSC 31 Brettrein Hauset heute

Die dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts

Der Vereinsschrift entnehmen wir die folgenden Daten der Chronik des Vereins. Es gab 12 Gründungsmitglieder und die Mitgliederzahl blieb lange Jahre auf 14 Mitglieder begrenzt. Der Verein verstand sich weniger als gesellschaftlicher Verein denn als Sportverein. Der erste Wettkampf fand am 30. März 1933 gegen Raeren statt und die Statuten besagen, dass bis 1942 kein Mannschaftskampf verloren ging. Die sportlichen Gegner kamen meist aus den neubelgischen und  einigen altbelgischen Gemeinden, und  von jenseits der neuen Grenze. Deshalb waren zunächst die sportlichen Aktivitäten dorthin ausgerichtet. 

Aus Anlass der Olympischen Spiele 1936 wurde auch Kegeln als Vorführsport präsentiert. Ein belgische Mannschaft mit A. Heutz und J. Kaldenbach aus Hauset nahmen an dieser Veranstaltung teil.  

Der erste internationale Erfolg kam in 1938. Die Dreier-Mannschaft des Hauseter Vereins mit J. Kaldenbach, A. Heutz und J. Radermacher wurde in Breslau 1. Reichssieger. In den Folgejahren wurden viele belgische Meistertitel in verschiedenen Kategorien gewonnen, ebenso Medaillen bei den Europa- und Weltmeisterschaften. Hauset war bis in die Kriegsjahre hinein eine Hochburg des Kegelsports. Die Ergebnisse findet man auch in der Eupener Zeitung der ersten Kriegsjahre, allerdings werden die Meldungen ab 1942 seltener, da verschiedene Sportler zur Wehrmacht eingezogen wurden. Trotzdem wurde die Mannschaft 1943 noch Mittelrheinmeister und nahm 1944 an der Gaumeisterschaft in Wuppertal teil. 1944 wurde Josef Radermacher Verbandsmeister

 

Die sechziger Jahre und siebziger Jahre

Nach dem Kriege wuchs neben dem Senior Josef Kaldenbach langsam eine neue junge Mannschaft heran und der Vereinswirt Heinz Kockartz jun. wurde 1960 belgischer Meister. Auch die legendäre 5-er Mannschaft mit Josef Kaldenbach, Heinz Kockartz, Fredy Kockartz, Peter Radermacher und Hermann Cool heimste in den Jahren 1960-1965 mehre belgische Vizemeisterschaften ein. In einem Jahr verspielte man dabei einen 100 Holz Vorsprung in letzter Minute. 

 

1965 wurde Fredy Kockartz ebenfalls belgischer Meister 

 

Nach den 60-er Jahren wuchs erneut eine neue Generation von Sportlern heran, das Vereinslokal in Hauset, jetzt Keglerklause genannt, wurde erneut zu einer Hochburg des gesellschaftlichen wie auch des sportlichen Kegelsports und weit über die Grenzen hinaus bekannt. 

 

Fotos 60-er und 70-er Jahre: Klicken zum Vergrößern

In den achtziger und neunziger Jahren

So kam es dass bei den Europameisterschaften 1985 Petra Kockartz und Marcel Fickers die Goldmedaille im Tandem-Mixed errangen. Die Bronzemedaille erkämpften Renate Fickers und Edgar Kockartz. 

1987 wurden Edgar Cüpper und Edgar Kockartz belgische Tandemmeister. 

Inzwischen war Arnold Pauly Präsident des Vereins. Im Jahr 1993 wurde die 1. Mannschaft des KSC Brettrein belgischer Meister und man nahm am Europa-Cup der Landesmeister in Hoensbroek teil. Dies wiederholte sich 1994: die Mannschaft mit Edgar Kockartz, Jeannot Thunus, Albert Halmes, Edgar Cüpper, Karl-Heinz Wirtz und Hans-Josef Kalff wurde sogar Landesmeister und Pokalsieger. Der Europa-Cup fand diesmal in Luxemburg statt. 

 

1995 wurde dann das Jahr der Petra Kockartz, denn mit ihrem Partner Albert Halmes wurde sie Weltmeister im Tandem-Mixed. 

 

Ende 1996 schloss die Keglerklause Kockartz für immer ihre Pforten, glücklicherweise fand der Verein im Bergscheider Hof in Raeren eine neu Bleibe. 

 

Fotos 80-er und 90-er Jahre Klicken zum Vergrößern

Die 2000-er Jahre

In den letzten Jahren errangen die Kegelsportler des KSC 31 Brettrein Hauset zahlreiche Titel im Verband Ostbelgiens und Eupens. Im Jahr 2006 feierte der Verein sein 75-jähriges Jubiläum, er zählte in dem Jahr 23 Mitglieder und unterhielt drei Mannschaften. Während Hauset II und Hauset III in ihren Ligen jeweils Meister wurden, erzielte Hauset I in der 1. Liga den 4. Platz. Die Zeit der großen Einzelmeister war allerdings vorbei. 

 

Neben den sportlichen Erfolgen und Enttäuschungen spielte auch die Kameradschaft stets eine große Rolle und sie ist bis heute die Grundlage für Frohsinn und Zusammensein. 

Fotos 2000-er Jahre Klicken zum Vergrößern


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