Rund um die Zyklopensteine (Wanderung Hauset IV)

Diese Wanderweg ist ca. 7.6 km lang, startet auf 261 m Höhe und steigt bis auf 314 m an. Die höchste Steigung ist nach 3 km bewältigt, die letzten 4 km geht es meist bergab. 

Wir starten wieder vom Parkplatz gegenüber der St. Rochus-Kirche, gehen nun bergauf bis zur nächsten großen Kreuzung, opene Vester (Vestert) genannt. Dort biegen wir links in die Hergenrather Strasse, vorbei an der Abzweigung zur Stöck bis hin zur nächsten Kreuzung. Dort gehen wir nach rechts in die Strasse Flög, nach 200 m links vorbei an Gut Verkenskaul, heute liebevoll restauriert. Der Feldweg über den Rotsiefbach führt zum Flur "Wölleborn"links dem Feldweg in Richtung Wölleborn. Wir folgen dem Feldweg vorbei an Wiesen immer geradeaus und gelangen nun zu einer Kreuzung am Ende der Wiesen, wo der Wald beginnt. Wir folgen dem Weg halbrechts, etwas bergauf , einem Hohlgraben, der uns zum Landgraben, der Landesgrenze führt.  

Am Landgraben selbst, finden wir den Grenzstein 964 aber auch einen alten Adlerstein, dem Grenzstein des Aachener Reiches, an einer alten Buche. An dieser Stelle hat auch der Kulturverein KuKuK (Kunst und Kultur im Köpfchen) ein kleines Bodendenkmal errichtet, im Gedenken an den 400 Jahre alten Landgraben. An dieser Stelle überqueren wir den Landgraben und die Landesgrenze und gehen über einen Waldweg zu einer gut befestigten Strasse des Aachener Waldes, dem Rotsiefweg. Kurz vorher haben wir die Höckerlinie des Westwalls durchquert, die rechts in dem Tannenwald zu sehen ist. Wir folgen dem Rotsiefweg nach rechts, vorbei an Gut Talbot und gelangen so zur Aachener Strasse an Köpfchen. Wir überqueren die Aachener Strasse in den Augustinerweg und erreichen nach 400 m eine Kreuzung. Dort wenden wir uns nach rechts in einem geschwungenen Waldweg der uns bald wieder bis zur Landesgrenze und dem Landgraben führt, mit seinen alten Hainbuchen (Harfenbuchen). Die Buchen sind in vor napoleonischer Zeit gepflantzt worden. Der Landgraben bildete aber bereits vor über 400 Jahren die Grenze des Aachener Reiches zum Herzogtum Limburg.  Wir laufen ein Stück nach rechst dieser Grenze entlang vorbei an Grenzstein 953 und erreichen die Stelle wo jahrtausendealte Findlinge im Wald verstreut liegen, im Volksmund Zyklopensteine genannt. Sie stammen aus der letzten Eiszeit und bestehen aus verhärtetem Kieselsand. Unweit der Stelle steht auch ein Kreuz das an den Tod der Furhrmanns Kever erinnert, der hier 1815 erschlagen wurde. An dieser Stelle beginnt nämlich der Weg nach Raeren (Raerener Gracht), der auch als Pilgerweg aus dem Oesling kommend bis nach Aachen in früheren Zeiten genutzt wurde. 

 

 

 

Wir biegen nun scharf rechts ab, entlang einer Wiese und kommen über einen linken Bogen bis zur Aachener Strasse, genau gegenüber dem früheren Café Restaurant Zimmermann-Schmetz (heute Manneken Frits), wieder aus. Rechts erkennt man am Ende der Wiese, vorbei an den alten deutschen Zollhäusern, die Höckerlinie (Westwall). Zwischen den beiden früheren Zollhäusern an Köpfchen ist heute der Fussweg (der rote Bahnsteig) gebaut, der die beiden Grenzhäuser verbindet. Genau in der Mitte steht die erste kulturhistorische Stele in Hauset, dort geht ein kleiner Pfad bergab in die sogenannte Kaiserallee. Der Erzählung nach wandelte hier Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen, der spätere Kaiser (für 99 Tage), als er von Aachen aus kommend Raeren, Eupen und Monschau einem Besuch abstattete und von den Ortsvereinen hier begrüßt wurde. Wir dürfen also diesen Pfad, der heute gerade renoviert wurde, nicht verpassen. Das erste Haus steht genau auf der Grenze und hat einen Eingang von deutscher Seite und von belgischer Seite. Wir folgen dem nun breiteren Weg, links in der Wiese liegt die Quelle des Rotsiefbachs (in einem kleinen Häuschen). Nach etwa 800 m gelangen zu einem Sandsteinbau, dem früheren Gasthaus Lux-Grassmann, das auch vielen Alt-Aachenern noch in Erinnerung ist. Wir biegen links ab und gelangen vorbei an Gut Weyern (Lorreng) an eine Kreuzung, wo wir links in Getenberg einbiegen und bald wieder den Platz Vestert erreichen, an der früheren "Keglerklause" Heinz Kockartz. Wir gehen in die Kirchstrasse und kommen zu unserem Ausgangspunkt zurück, wobei das Café Kockartz zu einer Tasse Kaffee bei Konfekt und Kuchen einlädt. 

 


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