Hauset: Gänsehaut, Swing und Gesang
Am gestrigen Sonntagabend erlebten die Besucher der Pfarrkirche von Hauset ein außergewöhnliches Konzert, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche war erfüllt von Gänsehaut-Feeling und einer Atmosphäre der Hoffnung und des Friedens. Der Anlass war das „Nachweihnachtliche Konzert“, das vom Kirchenchor Hauset organisiert wurde, um die festliche Jahreszeit musikalisch ausklingen zu lassen und ein Zeichen für Frieden in der Welt zu setzen.
Das Konzert wurde vom gastgebenden gemischten Chor aus Hauset eröffnet. Unter der Leitung seines Dirigenten Robert Paasch präsentierte der Chor eine Reihe von nachweihnachtlichen Liedern, darunter auch eigens komponierte Stücke, die zum Teil neu für diesen Anlass geschaffen wurden. Die musikalische Darbietung war geprägt von Wärme und Ausdruckskraft, was das Publikum sichtlich berührte.
Besonders überrascht und begeistert zeigte sich die Menge von der Anwesenheit der „Nova Big Band“ aus Liers bei Herstal, die anschließend durch die Moderatorin und Präsidentin des Hauseter Chors Helga Parent angekündigt wurde. Die professionell agierende Band, bestehend aus 20 Musikern unter der Leitung von Romain Viviani, präsentierte ein mitreißendes Programm, das bekannte Titel von u.a. Glenn Miller, Ennio Morricone, Quinci Jones und Earth, Wind and Fire umfasste. Die energetischen Interpretationen der Band sorgten für tosenden Beifall und ernteten Szenenapplaus der begeisterten Zuhörer.
Als weiteres Highlight traten die Sängerinnen und Sänger des Königlichen Kirchenchor St. Cäcilia aus Welkenraedt auf. Unter der Leitung ihres bewährten Dirigenten Benoit Scheuren sangen die Chormitglieder in verschiedenen Sprachen sowohl kirchliche als auch weltliche Lieder. Ihr Auftritt war ein besonderer Gegenbesuch zu ihrem 140-jährigen Jubiläum, an dem der Hauseter Chor ebenfalls teilgenommen hatte. Mit ihrer stimmlichen Vielfalt und Ausdrucksstärke trugen sie maßgeblich zum festlichen Rahmen des Abends bei.
Den krönenden Abschluss bildete ein gemeinsamer Auftritt beider Chöre, bei dem sie gemeinsam einige Lieder sangen. Dabei luden sie die Anwesenden zu einem Gläschen der Freundschaft ein, das die festliche Stimmung weiter stärkte.
Das Konzert stand unter dem Motto der Hoffnung auf Verständnis und Frieden zwischen den Menschen – eine zentrale Botschaft, die in der Vielfalt der musikalischen Darbietungen deutlich zum Ausdruck kam. Als Ausklang der festlichen Weihnachtszeit wurde hier ein klares Signal für den fortdauernden Wunsch nach Frieden in der Welt gesetzt.
Text: Berni Schmitz, Bilder Jacqui Bausler
